Tennis - Psychologisch Gewinnen

Graham Tritt

Winner at the District Conference in Prague in 2001

Plannung

Fuehren sie eine Liste aller Spieler gegen die sie verloren haben und spielen sie nie mehr mit ihnen/diesen.

In der Garderobe

Erzaehlen sie von ihrer vor kurzem stattgefundenen Operation. Eine Augen -oder Leistenoperation eignen sich gut. Nehmen sie vor dem Spiel eine Pille, sagen sie ihr Doktor habe sie ihnen verschrieben. Ihr Gegner wird sich Sorgen machen. Nehmen sie ein paar harmlose Tabletten mit und und bieten sie ihm eine an. Aber geben sie ihrem Gegner eine andere Sorte, z.Bsp gegen Verstopfung oder eine Schlaftablette. Falls er auf dem Platz einschlaeft, haben sie sowieso gewonnen. Falls es sich nicht um einen extrem gefaehrlichen Gegner handelt, sollten sie von Bewusstseins- veraendernden Drogen absehen, noch muessen sie ihm etwas in seinen Eistee schuetten.

Aufwaermen

Es gibt eine wichtige Regel beim Aufwaermen: lassen sie ihren Gegner nicht in Form kommen. Vielleicht koennen sie das Aufwaermen ganz vermeiden. Falls sie es brauchen, machen sie ihre Uebungen vorher im Versteckten. Erscheinen sie mit der Bemmerkung auf dem Platz, dass sie kein Aufwaermen benoetigen.

Eine kleine Aenderung genuegt. Ich bevorzuge es mich am Netz einzuspielen. Er muss ihnen schoene Baelle geben, waehrend sie ihn zum rennen bringen. Er wird keine Kraft mehr haben selber zu ueben und da sie fuer den Platz 50-100 sFr. bezahlt haben, wollen sie sowieso nicht unnoetig viel Zeit mit Einspielen ver- geuden. Sonst haben sie keine Zeit fuer den Match und die Regel heisst: lassen sie ihn nicht seinen Rythmus finden.

Beim Matchbeginn

Im Prinzip machen sie dasselbe wie beim Aufwaermen. Spielen sie schlecht und machen sie jedmoeglichen Fehler. Das Ziel ist: Er soll sich in Sicherheit fuehlen.

Sehr bald wird er ebenso schlecht und sorglos wie sie spielen. Er wird sich ihrem Niveau anpassen und gerade gut genug spielen um sie zu schlagen. Wenn er nicht aufpasst, beginnen sie besser zu spielen.

Falls er gut serviert muessen sie entschlossen etwas dagegen unternehmen. Bei seinem naechsten Serve, das an ihnen vorbeizischt, rufen sie Netz. Das ist sehr wirksam und er kann sich nicht beklagen. Er muss noch einmal servieren.

Gerade wenn er zum naechsten Service ansetzt, buecken sie sich um ihre Schuhe zu binden. Dies sollten sie sowieso von Zeit zu Zeit machen, wenn das Spiel gegen sie etwas hart wird.

Nicht schon wieder ein Ass. Jetzt wird's ernst. Dies Mal wird sein Ball ein Loch durch sie bohren. Gerade bevor er den Ball schlaegt, rufen sie: halt, ich habe etwas in meinem Auge, eine Fliege. Er muss leider von neuem servieren. Die Fliegen auf meiner Seite sind eine Plage.

Fuer den Notfall nehmen sie etwas Kuhmist mit. Beim naechsten Seitenwechsel, stampfen sie den Mist in den Boden. Dies wird die Fliegen anziehen.

Nun ist es Zeit einen Fussfehler zu beanstanden: Sie glauben er sei bei seinem letzten Service mit seinem Fuss ueber die Linie getreten. Dabei spielt es gar keine Rolle, dass sie die Grundlinie auf seiner Seite gar nicht sehen koennen. Die meisten Europaer sind beim Serivce einen ganzen Schritt im Feld; was voellig unfair ist. Sie brauchen gar nicht zu sagen es sei ein Fehler, sondern sagen sie ihm, dass er betruege. Sein schlechtes Gewissen wird ihn so plagen, dass er fuer den Rest des Spieles Doppelfehler macht.

Schlussfolgerungen

Falls sie sich genau an meine Anweisungen (Tricks) halten, haben sie das Spiel schon gewonnen, bevor sie es angefangen haben.

Sie haben bessere Chancen auch gegen einen vermeintlich staerkeren Spieler zu gewinnen. Er hat offensichtlich die Vielseitig- keit des Tennisspiels unterschaetzt. Aber falls sie es richtig gemacht haben, ist er ein gebrochener Mann, psychologisch zerstoert. Er wird nie mehr gegen sie spielen wollen. Seien sie nett zu denen, die sie besiegen. Besuchen sie ihn in der Nervenheilanstalt.